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Als junges Edelfräulein war sie früh einem viel älteren Ritter versprochen worden und als die Zeit war, da er sie auf seine Burg zu sich holte, brach er nach einer kurzen Hochzeit und nach einer noch kürzeren Hochzeitsnacht, die er vollständig verschlief, auf, um die Ungläubigen aus Jerusalem zu vertreiben. Er kehrte nie wieder und Tarsa sah sich genötigt, irgendetwas zu tun, um sich die Zeit zu vertreiben. Der Hauptmann ihres Mannes, ein ungewöhnlich junger Hauptmann, mit knapp über 30 Sommern und ein wenig heißblütig, war mit großer Intelligenz und großer Fähigkeit zur Menschenführung ausgestattet. Tarsa zwang ihn, ihr das Kämpfen beizubringen – schließlich müsse sie sich als verlassene, wehrlose Frau verteidigen können, damit ihr keine Gewalt angetan würde. Anfangs nur zögerlich ließ sich der Hauptmann darauf ein, war aber von den Talenten Tarsas nach kürzester Zeit so angetan, das es ihm eine wahre Freude wurde, sich mit Tarsa zu messen. Er sah nie die Frau in Tarsa, das versagte er sich. Er sah nur die Kämpferin. |
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| Als er Tarsa bei seinem ersten Besuch erblickte, bildete er sich ein, auch sie besitzen zu müssen. Tarsa tötete ihn kaltblütig, als dieser versuchte, sich an ihr zu vergehen. Sie rammte ihm ihren Dolch in den Hals, als dieser sie an der Kehle packte und niederrang. Von Kopf bis Fuß in Blut getränkt mit zerrissenem Rock tauchte sie auf dem Hof auf – ein Anblick, den niemand vergessen konnte der ihn gesehen hatte. Tarsa stellte sich dem Gericht und wurde freigesprochen. Am nächsten Tag kam ein Bote und unterrichtete sie darüber, dass ihr Ritter nie wieder zurückkehren würde. Sofort wusste sie, dass sie etwas unternehmen musste. Sie versetze die Burg und das wenige, das ihr noch geblieben war, außer den Waffen und den Pferden und ging zu ihrem Hauptmann und sagte ihm, dass sie in Zukunft nur noch für Geld oder aus Lust töten wolle und dass sie Söldnerin werden würde. Nach einigen Gesprächen und dem Einsehen, dass er und die anderen Wachen ja nun ohne Brot waren, schlossen sich ein kleiner Haufen von dreißig Wachen unserer guten Tarsa an und bildeten so den Grundstock von Frank und Frey |
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