Es war ein schlechter Tag an dem ich auf diese Welt kam.
Es war in einem Dorf in Franken, welches wahrscheinlich zu klein war, um einen Namen zu verdienen. Egal.
Meine Eltern schafften es mich durch die Kindheit zu kriegen, ohne das ich an irgendwelchen Krankheiten oder Hunger verreckt bin, und das war sicherlich nicht leicht in diesen Tagen. Als ich 5 Jahre alt war, starb meine Mutter an irgendeiner Seuche, jedenfalls hustete sie sich die Seele aus dem Leib, spuckte Blut, und war kaum noch wert als Mensch bezeichnet zu werden. Mein Vater sagte, es sei ein Akt der Gnade als er sie mit dem Kissen erstickte. Als wir auf dem Rücken unseres Pferdes davon ritten, sah ich noch einmal zurück auf das brennende Haus welches einmal meine Heimat war, und auf die Nachbarhäuser, welche schon Feuer fingen. Sollten sie doch alle zur Hölle fahren. Keiner, auch nicht der Priester hatte etwas zur Rettung meiner Mutter getan. Wir ritten fort |
|
Zwei Tage später wurden wir von einem Trupp Gardisten verfolgt. Mein Vater gab mir einen Brief, etwas Essen und Geld in die Hand, und sagte ich solle mich verstecken. Nach 4 Tagen Fußmarsch würde ich eine Garnison erreichen, und dort sollte ich den Brief abgeben.
Natürlich war der Kampf recht kurz, aber ich konnte mich sicher verstecken, und so bekam ich mit wie mein Vater schwer blutend und in Ketten weggebracht wurde.
Ich brauchte 5 Tage bis zu der Garnison, und als ich den Brief abgegeben hatte, gab man mir zu essen, und ein einfaches Lager. Seit dem lebte ich in dieser Garnison, und wurde von dem Waffenmeister, welcher ein Freund meines Vaters war in der Kampfkunst geschult.
Eines Tages, ich war nun schon einige Jahre dort, erzählte mir Hendrik der Waffenmeister alles über meinen Vater. Er war früher ein Söldner gewesen und wurde „der Franke“, nach seinem Heimatland benannt. Er wurde wegen Besessenheit und Brandstiftung zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Er hatte in seinem Brief Hendrik darum gebeten mich aufzunehmen.
Das waren also die glücklichsten Zeiten in meinem Leben. Scheiße, hatte mir echt mehr erhofft!
|
|
Mit 16 kam ich dann in meine erste Schlacht, und es zeigte sich recht schnell das ich kein Genie in der Fechtkunst war, sondern lieber mit großen Prügeln meine Feinde zermatschte.
Irgendwie kam ich so zu meinem Spitznamen „Wombat die Walze“.
Als Hendrik in einer Schlacht starb, beschloss ich, nicht mehr mit zurück zu gehen, sondern mich als Söldner durch zu schlagen. Ich machte Karawanenschutz und passte auf reiche Händler auf. Ich verdingte mich so manchen Schlachten, aber am Ende saß ich dann immer in irgendwelchen üblen Spelunken herum, und hatte meinen Sold versoffen.
Was soll`s, Kriege wird es immer geben, und ich werde solange meinen Sold versaufen, bis ich mal auf einen Besseren treffe. |